2010 elektrisierte ein damals 70-jähriger Polit-Rentner das Netz: Die Zahl der Mitgliedschaften in der Facebook-Gruppe „Joachim Gacuk als Bundespräsident“ explodierte. In dem Bürgerrechtler, der sich in der ehemaligen DDR für Freiheitsrechte einsetzt, sahen viele der Netzgemeinde einen geistigen Verwandten. Immerhin ist die Freiheit des Internets eines der stärksten Anliegen von Netzaktivisten. Für sie war Gauck ein unabhängiger Kopf – aber chancenlos gegen den von CDU/CSU und FDP damals nominierten Parteipolitiker Christian Wulff.
